Irlen Screening

 Ich seh etwas, das du nicht siehst!

Das Irlen Syndrom ist eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Lichtfrequenzen, was vielfältige Auswirkungen haben kann. Die Sensitivität kann die unterschiedlichsten Lichtfrequenzen betreffen und muss für jeden Betroffenen individuell bestimmt werden. Oft werden mehrere Symptome gleichzeitig beschrieben wie 

  • Blenden 
  • Leseschwierigkeiten ( Legasthenie)  
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Kopfschmerzen/ Migräne
  • Allgemeine Reizüberflutug
  • Müdigkeit/ Erschöpfung
  • Konzentrationsprobleme

Irlen-Betroffene haben oft Mühe mit starken Kontrasten, das Weiss des Hintergrunds blendet oft und wird als dominant wahr genommen.  Analog wird in gelesenem Text der weisse Hintergrund dominieren und die schwarze Schrift kann nur schlecht erkannt werden. Sehr häufig berichten Betroffene, dass sich Buchstaben oder ganze Zeilen und /oder Buchseiten bewegen und der Text mit den Augen nicht „eingefangen“ werden kann.

Regelmässige Muster wie zum Beispiel ein Gartenzaun, Gitter, Texte oder  geometrische Muster werden als bewegt wahrgenommen, was auch Auswirkungen auf das Gleichgewicht hat.

 

 

 

 

 

MIttels eines einfachen Screenings kann festgestellt werden, ob SIe unter einem Irlen-Syndrom leiden. Abhilfe bieten individuell angefertigte Filter, die auf Brillengläser gezogen werden ( mit oder ohne Korrektur möglich) 

In einer Vostufe kann mit farbigen Folien die Wirkung allfälliger Filter ausprobiert werden, wobei Filtergläser im Gegensatz zu den farbigen Leselfolien die Farben nicht verändern. ( Weiss bliebt mit Filtern weiss) 

 

Weshalb ist das für die Physiotherapie relevant?

Patienten mit Gleichgewichtsstörungen, allgemeinen Erschöpfungszuständen, chronischen Kopfschmerzen und Verspannungen werden oft sehr lange therapiert und haben oft „Rückfälle“. Die Abklärung eines Irlen-Syndroms kann schnell und günstig helfen, die richtige Therapie zu finden.

Daniela Rota, Würenlos